12.10.
Mi 09:30
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Exkursion nach Düren: Leopold-Hoesch-Museum & Highlights des Papiermuseums

und Annakirche

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Leopold-Hoesch-Museum & Highlights des Papiermuseums

Im Herbst 2022 präsentiert das Leopold-Hoesch-Museum die Ausstellungen der Preisträgerin 2020, Kerstin Brätsch und der Stipendiat*innen Alexis Gautier und Britta Thie 2020-2022.
Mit großem Interesse tastet sich die Künstlerin Kerstin Brätsch über die Ränder dessen hinaus, was gemeinhin als Malerei verstanden wird. So führt sie das Medium des Bildträgers als brüchigen, durchlässigen und zugleich höchst lebendigen Möglichkeitsraum vor, der bei ihr nicht mehr allein auf die traditionelle, statische Leinwand beschränkt ist. So nutzt Brätsch Bildmedien installativ, kollaborativ sowie in performativen Praktiken und Präsentationsformen.
Gautiers Interesse gilt vielfältigen kulturellen Praktiken, wie Arbeitsprozessen, Alltagshandlungen und Ritualen von Gemeinschaften, an diese knüpft er mit seiner Arbeit meist direkt vor Ort an, schafft beispielsweise eine künstliche Insel vor der Küste Indonesiens. Unterschiedlichste Elemente und Medien wie Skulptur, Video oder Textilien finden Eingang in die von subtilem Humor geprägten Arbeiten, in denen sich vielstimmige Übersetzungsprozesse materialisieren.
Britta Thies Arbeit speist sich aus einer medial geprägten, hochgradig vernetzten Lebensrealität, in der einer Selbstinszenierung in sozialen Medien eine zentrale Rolle zukommt. Der Einfluss sich rasant wandelnder (digitaler) Bild- und Kommunikationstechnologien auf Lebenswelten und -stile, Jugendkulturen und populäre Erzählformate bilden den Fokus der Berliner Künstlerin.

Highlights Papiermuseum Düren

Das Papiermuseum Düren beherbergt eine große ständige Sammlung unterschiedlicher Kategorien. Angefangen von der Katagami-Sammlung mit Färbeschablonen aus dem 17. Jahrhundert, über die Wasserzeichensammlung mit etwa 10.000 Objekten und ca. 28.000 Blatt handgeschöpfter, handbeschrifteter sogenannter Kanzleipapiere, bis hin zur Sammlung ‚Carte Porcelaine‘ (heute Visitenkarten genannt) und der Sammlung, Paper Art – Papier als künstlerisches Medium‘ führt das Papiermuseum durch seine Highlights.

Im Anschluss geht es nach der Mittagspause zur Besichtigung der Annakirche. Bereits um das Jahr 700 sollen Kirchengebäude am heutigen Standort der Annakirche, die in den 1950er Jahren nach Plänen von Rudolf Schwarz erbaut wurde, gestanden haben.

· Kosten p.P.: 85,-

Bildcredits

Installationsansicht Kerstin Brätsch, „Nammu (Mutter)“, 2012-2021, und „Fossils Psychics for Christa (Stucco Marmo)“, 2019-2021, in: Kerstin Brätsch und Eduardo Paolozzi, „Sun Swallower” (30.6.-27.8.2021), Sant’Andrea de Scaphis, Rom. Courtesy die Künstlerin und Sant’Andrea de Scaphis, Rom, Foto: Andrea Rossetti 2021