01.01.
Do
Führung

Stadtrundgang: Kölner Frauengeschichte

Dr. Inge Schaefer

Titel: Kölner Frauengeschichte. Von St. Maria im Kapitol bis zum Kölner Rathausturm
Was: Stadtrundgang des Arbeitskreises
Wann: Mittwoch 16.30 Uhr / Dauer: ca. 2 Stunden
Wo: Treffpunkt ist im Kreuzgang von St. Maria im Kapitol
Wie: max. 13 Teilnehmer, exklusiv für FREUNDE, kostenlos
Anmeldung unter: info@museumsfreunde-koeln.de

Bei diesem Stadtrundgang wollen wir das Leben Kölner Frauen sichtbar machen. Die Stadt am Rhein war unter frauengeschichtlichen Aspekten zu vielen Zeiten herausragend: Dies beginnt mit Agrippina, die mit der Stadtgründung eng verbunden ist, geht über das Mittelalter, in dem u.a. Händlerinnen und Unternehmerinnen in Frauenzünften mehr Rechte zugestanden wurden, als andernorts und mündet in eine beträchtliche Anzahl von Frauen, die über die Stadt hinaus bekannt geworden waren: Herrscherinnen, Unternehmerinnen, geistliche und gelehrte Frauen und auch Frauenrechtlerinnen. Zu guter letzt sei hier noch die im Stadtwappen vertretene  Hl. Ursula erwähnt.


Stadtrundgang zur Kölner Frauengeschichte:

Von St. Maria im Kapitol bis zum Kölner Rathausturm

Wir treffen in dem stimmungsvollen Kreuzgang von St. Maria im Kapitol und wenden uns zwei sehr bedeutenden Frauen zu, die wesentlich an der Entstehungsgeschichte dieses romanischen Kirchenbaus beteiligt waren. Zunächst wird Plektrudis, die Kirchengründerin (717) und Ehefrau des Hausmeiers (des fränkischen Königs) Pippin des Mittleren vorgestellt, danach die Äbtissin Ida, ein Mitglied der ottonischen Kaiserdynastie, die diesem Bauwerk im 11. Jahrhundert ihre unverwechselbare Gestalt gab, die Anlehnung bzw. das Zitat der Geburtskirche von Bethlehem.

Danach machen wir uns auf den Weg Richtung Innenstadt und halten an der Kirchenruine St. Alban mit dem Trauernden Elternpaar (Käthe Kollwitz), dem Frauenbrunnen im Innenhof des Farina-Gebäudekomplexes und dem Seidenmacherinnengässchen. Ein Beleg dafür, dass im mittelalterlichen Köln die Seidenweberinnen eine eigene Frauenzunft und damit einen großen Einfluss auf das Textilgewerbe hatten.

Den Abschluss bildet das überaus spannende Skulpturenprogramm des Kölner Rathausturmes. Von den 124 Figuren sind 18 Frauen dargestellt, die eng mit der Geschichte der Stadt in Verbindung stehen.  Wie es zu dieser Geschlechteraufteilung kam und welche Frauen präsent sind, werden wir genau untersuchen. Eines sei schon mal verraten: es hat viel Kraft und Energie gekostet, damit u.a. folgende Frauen heute am Rathausturm ihren verdienten Platz gefunden haben: Marie Clementine Martin (Klosterfrau), Mathilde Franziska Anneke, Christine Teusch und Irmgard Keun.


Die Teilnehmerzahl dieses Stadtrundganges ist auf maximal 13 Personen begrenzt, die Mindestabstände müssen gewahrt und die Maskenpflicht eingehalten werden!
Bitte melden Sie sich zuvor verbindlich an. Aufgrund der aktuellen Sicherheitsbestimmungen können unsere Referenten leider keine unangemeldeten Interessenten berücksichtigen bzw. spontan mitnehmen. Wir bitten höflichst um Ihr Verständnis!