Glaube, Macht und Freiheitskämpfe. Der Geusenfriedhof am Weyertal
Exkursion in Köln mit Dr. Thomas van Nies
Die freunde unterwegs mit Dr. Thomas van Nies auf dem Geusenfriedhof in Köln
Im 16. Jahrhundert wurden in Köln Anhänger der damals aufkommenden neuen protestantischen Glaubensausrichtung von der katholischen Kirche verfolgt. Protestanten mussten ihren Glauben im Geheimen ausleben. Ab 1570 wurden Personen verhaftet, mussten Verhöre über sich ergehen lassen oder wurden der Stadt verwiesen, wenn sie beschuldigt worden waren, zum Beispiel nicht am katholischen Gottesdienst teilgenommen zu haben. In einigen aufsehenerregenden Fällen wurden protestantische Aufklärer sogar hingerichtet.
Später, vor allem als Folge des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) und durch die Besetzung der Niederlande durch Spanien, flohen viele protestantische Gläubige nach Köln. Diese wurden in Köln zwar toleriert, genossen jedoch keine vollen Bürgerrechte.
Unter diesen Bedingungen ist nicht verwunderlich, dass Bestattungen von Protestanten auf den katholischen Friedhöfen der Stadt Köln untersagt waren. Der in den 1570er- Jahren angelegte Friedhof nahe der Universität, birgt zahlreiche Geschichte(n) von sozialem Engagement, Kunst, Wohlstand, Toleranz und Unsterblichkeit.
Kosten: 21 € p. P.; 31 € für Nichtmitglieder
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Etwa eine Woche vor der Exkursion bekommen Sie per Mail detaillierte Informationen zu Treffpunkt und Zeiten. Auch davor ist Ihre Anmeldung verbindlich und wir melden uns frühestmöglich, sollten wir die Mindestteilnehmeranzahl wider Erwarten nicht erreichen.
Mitglieder werden bei der Platzvergabe bevorzugt behandelt.
Sollten Sie Fragen haben, melden Sie sich in der Geschäftsstelle:
b.tuernich@kunstfreunde.koeln
0221-257 43 24
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen unserer Veranstaltungen Fotos für Social Media gemacht werden. Falls Sie nicht fotografiert werden möchten, sprechen Sie uns bitte direkt an, oder melden Sie sich via Mail.
→ Bildcredits
Geusenfriedhof Köln, Foto: Dr. Thomas van Nies