»Jugendstil« & »Feininger, Münter, Modersohn-Becker« im Museum Wiesbaden & Stars des Museum Reinhard Ernst
Exkursion nach Wiesbaden
Die freunde unterwegs in Wiesbaden
Highlights des Jugendstils im Landesmuseum Wiesbaden
Die Künstler*innen des Jugendstils suchten nach einem Stil der eigenen Zeit mit eigenem Charakter. Oberste Prämisse war die Nachahmung der Natur, etwa durch geschwungene Linien oder florale Ornamente. Aber auch düstere, symbolistische Gestaltungen nahmen Einfluss auf die Kunst und Kultur des Fin de Siécle. Es war vor allem die künstlerische Überformung von funktionalen Alltagsgegenständen, die die Gemälde, Möbel, Gläser, Keramiken und Lampen des Jugendstils auszeichneten. Die Kunstrichtung sollte den privaten Lebensraum vollständig durchdringen. Das Ideal ging dabei über das bloße Wohnen inmitten der Kunst hinaus und erfüllte sich erst in einer existenziellen Verschränkung von Leben und Kunst — das Leben selbst sollte zum Gesamtkunstwerk werden.
Das Museum Wiesbaden zeigt die Sammlung von Ferdinand Wolfgang Neess als dauerhafte Präsentation im Südflügel des Museum Wiesbaden. Die über 500 Objekte bilden einen Querschnitt durch alle Gattungen des Jugendstils und führen beispielhaft vor, in welcher Qualität und Stilhöhe die Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts auftrat.
„Feininger, Münter, Modersohn-Becker… Oder wie Kunst ins Museum kommt“
Große Namen wie Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Ida Kerkovius und Max Pechstein verleihen der Sammlung ihre Strahlkraft und bilden zentrale Positionen des deutschen Expressionismus mit seinen Künstlergruppen „Der Blaue Reiter“ und „Brücke“ ab. Selten ausgestellte Künstlerinnen wie Erma Bossi, Elisabeth Epstein oder Ilona Singer und bedeutende Skulpturen von Ernst Barlach, Gerhard Marcks, Marg Moll oder Milly Steger ergänzen die herausragende Werkzusammenstellung.
In der Ausstellung wird die bewegte Geschichte der in über einhundert Jahren aufgebauten „Abteilung Klassische Moderne“ des Museum Wiesbaden reflektiert, zu deren Umfang und Qualität Schenkungen und Stiftungen beigetragen haben. Dabei wird museale Arbeit sichtbar gemacht und die Geheimnisse hinter diesen bedeutenden Sammlungszuwächsen aufgedeckt.
Im Museum Reinhard Ernst
Über viele Jahre war es nur wenigen vergönnt, die hochkarätigen internationalen Werke aus der Sammlung Reinhard Ernst zu sehen. Mit der Eröffnung des Museums wird diese außergewöhnliche Kunst nun allen Interessierten zugänglich.
Reinhard Ernst sammelt ausschließlich abstrakte Kunst. Seine Sammlung besitzt damit ein selten klares und konsequentes Profil. Das Museum Reinhard Ernst (mre) zählt folglich zu den wenigen Museen weltweit, die sich exklusiv der abstrakten Kunst widmen. Viele der vertretenen Künstlerinnen und Künstlern gehören zu den prägenden Persönlichkeiten des 20. und 21. Jahrhunderts und haben die zentralen Strömungen der Abstraktion entscheidend mitgestaltet.
Auch architektonisch setzt das Museum ein starkes Zeichen: Entworfen wurde der markante, kubische Bau vom japanischen Pritzker-Preisträger Fumihiko Maki. Mit seiner hellen, nahezu kristallin wirkenden Granitfassade hat sich das Gebäude schnell den liebevollen Spitznamen „Zuckerwürfel“ verdient. Klare Formen, ein lichtdurchflutetes Atrium und das ausgewogene Zusammenspiel von Schwere und Transparenz machen das Museum selbst zu einem architektonischen Kunstwerk und zu einem besonderen Ort für die Begegnung mit abstrakter Kunst.
Durch das Museum und die Sammlung führt Oliver Kornhoff, Direktor des Museum Reinhard Ernst.
- Kosten p. P.: 130 € für Mitglieder; 150 € für Nichtmitglieder
- Abfahrt im Reisebus ab Köln um 09:00 Uhr
Etwa eine Woche vor der Exkursion bekommen Sie per Mail detaillierte Informationen zu Treffpunkt und Zeiten. Auch davor ist Ihre Anmeldung verbindlich und wir melden uns frühestmöglich, sollten wir die Mindestteilnehmeranzahl wider Erwarten nicht erreichen.
Mitglieder werden bei der Platzvergabe bevorzugt behandelt.
Sollten Sie Fragen haben, melden Sie sich in der Geschäftsstelle:
b.tuernich@kunstfreunde.koeln
0221-257 43 24
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen unserer Veranstaltungen Fotos für Social Media gemacht werden. Falls Sie nicht fotografiert werden möchten, sprechen Sie uns bitte direkt an, oder melden Sie sich via Mail.
→ Bildcredits
Singer_118000703_Kopie.jpg: Ilona Singer, Bildnis Francesco von Mendelssohn, 1928, Privatsammlung Wiesbaden, Foto: Ketterer Kunst GmbH & Co KG, München