14.09.
Di 19:00
Museum Ludwig, Kinosaal
KunstBewusst, Vortrag

Postmigrantische Ideen & Denkarten

Prof. Dr. Erol Yildiz

„Von woanders zu sein sagt wenig aus, von hier zu sein genauso wenig.“ – Ilja Trojanow

Dieser KunstBewusst-Vortrag findet anlässlich der Sonderausstellung „Vor Ort – Fotogeschichten zur Migration“ (19.06.-03.10.2021, Museum Ludwig, Köln) statt. Im Vortrag werden Ideen und Denkarten präsentiert, die die Dinge von ihrer Schattenseite her betrachten, um eingespielte migrationsbezogene Vorstellungen zu überdenken und irritierende Fragen zu stellen. Postmigrantisch bedeutet das Durchbrechen der Selbstverständlichkeiten, eine Art kontrapunktische Lektüre historischer Kontinuitäten und gesellschaftlicher Verhältnisse. Diese Lesart lenkt den Blick auf das Verdrängte, Ausgelassene, erweitert das Blickfeld, setzt neue Akzente und eröffnet neue Wahrnehmungshorizonte.

• Erol Yildiz studierte Pädagogik, Soziologie und Psychologie an der Universität zu Köln. Er wurde 1996 im Fach Soziologie promoviert. 2005 habilitierte sich Erol Yildiz an der Universität zu Köln für das Fach Soziologie, war Gastprofessor in München, Graz, Wien und hatte Vertretungsprofessuren in Hamburg und Köln. Erol Yildiz war zwischen 2008–2014 Professor für den Schwerpunkt „Interkulturelle Bildung“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Seit März 2014 ist er Professor für den Lehr- und Forschungsbereich „Migration und Bildung“ an der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte: Postmigrantische Studien, Migration, Urbanität, Vielheit.

PUBLIKATIONEN: Erol Yildiz, Die weltoffene Stadt. Wie Migration Globalisierung zum urbanen Alltag macht, 2013 Bielefeld. Erol Yildiz/Marc Hill (Hrsg.), Postmigrantische Visionen, 2018 Bielefeld. Erol Yildiz, Postmigrantisch denken. Heimisch in einer globalisierten Gesellschaft, Bielefeld (erscheint Dezember 2021).

Bildcredits

Foto: Prof. Dr. Erol Yildiz