13.01.26
Di. 18:00
Museum Ludwig, Kinosaal
Filmvorführung, KunstBewusst, Talk

Rendezvous der Freunde. Ein Film über ein Bild und seine Geschichte

Einführung in den Film und Gespräch mit Madeleine Frey, Direktorin des Max Ernst Museum Brühl des LVR

Um über den Surrealismus sprechen zu können, muss auch über Max Ernst gesprochen werden. Mit seinen traumhaften Fantasiewelten, dem rätselhaften Bildaufbau und den skurrilen Darstellungen von Mensch und Tier war der Künstler für das Genre von zentraler Bedeutung.

All diese Elemente vereint Ernst in seinem Werk „Au rendez-vous des amis“ (dt. „Rendezvous der Freunde“) aus dem Jahr 1922. In einer fantastischen Gebirgslandschaft versammelt der Künstler seine 17 Pariser Freunde. Das Werk gilt nicht nur als entscheidend für den Surrealismus, sondern trägt auch eine bewegte Geschichte nach seiner Entstehung in sich. Der Dokumentarfilm „Rendezvous der Freunde“ von 1922, unter der Regie von Maria Hemmleb und Christian Bau, erzählt genau diese Geschichte. Der Film berichtet vom jungen Max Ernst, der zunächst kaum Beachtung fand, über die Entstehung des Gemäldes bis hin zu seiner Einstufung als „entartete Kunst“ im Nationalsozialismus. Er zeigt die Rolle der Kunsthändlerin Johanna Ey, die das Werk erwarb, ausstellte und deren Sammlung in Teilen von den Nationalsozialisten beschlagnahmt wurde. Zugleich erzählt er vom Sammlerpaar Lydia und Artur Bau, dass das Bild während des Zweiten Weltkriegs von Ey kaufte und es so vor der Vernichtung der Nazis bewahrte.

Nach einer Einführung von Madeleine Frey, der Direktorin des Max Ernst Museums in Brühl, werden wir den Film im Kinosaal des Museum Ludwig gemeinsam anschauen. Anschließend wird Frau Frey ihre Expertise zu Max Ernst mit uns teilen, den Film kunsthistorisch einordnen und für einen Austausch mit dem anwesenden Publikum bereitstehen.

 

Eintritt: Für Mitglieder der freunde kostenfrei. Gäste zahlen 5 €, Studierende 3 €.

 

Bildcredits

Max Ernst: Au rendez-vous des amis (Das Rendezvous der Freunde), 1922. Köln, Museum Ludwig, Inv.-Nr. ML 76/3219, Öl auf Leinwand, 130 x 195 cm. Foto: © VG Bild-Kunst, Bonn 2020.