12.03.
Di 18:00
Museum Ludwig, Kinosaal
Kunst & Klima, KunstBewusst, Talk

Vom Bischofsgarten zum Museumsgarten. Hier: gestern und heute

Prof. Dr. Marcus Trier & atelier le balto

Um was geht’s?

Auf alten Karten ist er noch zu erkennen, der Bischofsgarten, gelegen zwischen Dom und Rhein, also dort, wo heute das Museum Ludwig steht. Nur der Straßenname erinnert noch an ihn. Die Baugrube des Museums brachte dagegen noch ältere Funde zu Tage und hilft uns zu vergegenwärtigen, dass exakt dort, wo wir uns gerade befinden, die Welt auch schon ganz anders aussah. Befragt man die Erde unter dem Museum Ludwig selbst, tut sich eine Tiefendimension von Jahrmillionen auf, die nur schwer zu begreifen ist. Um einen Faden zu spannen zwischen der Vergangenheit und der Zukunft wächst zur Ausstellung HIER UND JETZT am Museum Ludwig. Und gestern und morgen ein neuer Garten, auf dem Dach der Museum Ludwig, gestaltet vom Atelier le balto.

Wer sind unsere Gäste?

· Prof. Dr. Marcus Trier, geb. 1962 in Köln. Studium der Vor- und Frühgeschichte, Klassischen Archäologie und Historischen Geographie an den Universitäten Bonn und München. 1989 Promotion an der Universität Bonn. Anschließend berufliche Stationen als Archäologe beim Landschaftsverband Rheinland und bei der Stadt Meerbusch. Von 1992 bis 2000 wissenschaftliche Geschäftsleitung einer archäologischen Fachfirma. Seit Januar 2000 zunächst wissenschaftlicher Referent im Römisch-Germanischen Museum / Archäologische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln. 2008 Ernennung zum stellvertretenden Direktor. Oktober 2012 Berufung zum Direktor des Römisch-Germanischen Museums / Archäologische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln. Seit 04/2013 zudem kommissarische Leitung der Stabsstelle „Archäologische Zone“ auf dem Rathausplatz. Seit April 2019 Honorarprofessur der Universität Köln. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Stadtarchäologie Köln und zur Archäologie des Frühen Mittelalters.

· „Das Landschaftsarchitekturbüro atelier le balto Berlin steuert und ordnet Prozesse der Zeit. Scheinbar benachteiligte Stadträume negativen Erscheinungsbilds – alt, verwaist, reizlos – verwandelt le balto zu einzigartigen Ereignissen. Die Gärten und öffentlichen Räume wirken weniger landschaftlich als atmosphärisch, sind eher dicht als weit. Manchmal werden sie lediglich zu temporären Inszenierungen, ja zu Stimmungsbildern. Veränderungsprozesse und die Vergänglichkeit selbst prägen die Arbeit des Büros mit dem Ziel, Orte der Ruhe und Langsamkeit entstehen zu lassen und zu bewahren.

Seit der Gründung des Büros 2001 hat atelier le balto Gärten in ganz Europa angelegt – in Spanien, Frankreich und Deutschland, in Italien und Estland und insbesondere in Berlin.„

(Dipl.-Ing. Ingrid Rappl. Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Technische Universität Dresden, Fakultät Architektur – Geschrieben im Rahmen der Bürovorstellung für die Vortragsreihe Spann-Weiten, nov. 2009.)

 

Bildcredits

Atelier le balto, Entwurf Dachgarten Museum Ludwig, 2023/2024
Zeichnung © Atelier le balto, Courtesy Atelier le balto, Berlin