01.06. - 12.09.
Museum Ludwig
Sonderausstellungen

*DIGITAL* Wolfgang-Hahn-Preis 2020

Verleihung 30.Mai 2021: Betye Saar

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden Preisverleihung und Präsentation von Betye Saar auf den 30.Mai 2021 verschoben. Die amerikanische Künstlerin wird mit dem 26. Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig *DIGITAL* ausgezeichnet.

Es ist mehr als an der Zeit, die 1926 in Los An­ge­les ge­borene, in Deutsch­land bish­er wenig bekan­nte Kün­st­lerin zu wür­di­gen, entschied die Ju­ry beste­hend aus Chris­tophe Ch­er­ix, Robert Leh­man Foun­da­tion Che­fku­ra­tor für Zeich­nung und Gra­fik am Mu­se­um of Mod­ern Art (Mo­MA) in New York, Yil­maz Dziewior, Di­rek­tor des Mu­se­um Lud­wig sowie den Vor­s­tands­mit­glied­ern des Fördervereins. Be­tye Saar schafft seit über 50 Jahren As­sem­bla­gen aus den ver­schie­den­sten ge­fun­de­nen Ob­jek­ten, die sie mit Zeich­nung, Druck­en, Malerei oder Fo­to­gra­fie kom­biniert.

Die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig hat die As­sem­blage The Di­vine Face für die Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig angekauft. Die­s­es wird ge­mein­sam mit ei­ni­gen Pa­pierar­beit­en der Kün­st­lerin in der Samm­lung des Mu­se­ums präsen­tiert.

Gastjuror Chris­tophe Ch­er­ix über Be­tye Saar: „In der US-amerikanischen Kunst nimmt Be­tye Saars Werk eine Sch­lüs­sel­po­si­tion ein. Ihre As­sem­bla­gen aus den 1960ern und frühen 1970ern verknüpfen Fra­gen von Eth­nie, Pol­i­tik und über­natür­lichen Glaubenssys­te­men mit ihr­er per­sön­lichen Geschichte. Saar, die in ein­er von Rassen­tren­nung geprägten Ge­sellschaft aufwuchs, hat über all die Jahre an ihrem Glauben fest­ge­hal­ten, dass Kunst unsere fin­ster­sten Mo­mente und tief­sten Äng­ste über­win­den kann. Heute schöpft eine neue Gen­er­a­tion von Kün­stler*in­nen aus ihrem über­wälti­gen­den Werk und macht deut­lich, wie Saar den Lauf der US- amerikanischen Kunst verän­dert hat. Mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis 2020 wer­den Saars außeror­dentliche Leis­tun­gen und ihr Ein­fluss gewürdigt. Zu­gleich wird die Notwendigkeit an­erkan­nt, dass die Geschichtsschrei­bung der Kunst der let­zten Jahrzeh­nte über­dacht wer­den muss.“

Text: Website des Museum Ludwig

Bildcredits

Betye Saar in her studio in Los Angeles, CA. March 1st, 2019. Photo by ©David Sprague 2019