Sonderausstellungen

Jährlich warten das Wallraf und das Museum Ludwig mit immer neuen Sonderausstellungen zur Malerei, Graphik, Fotografie oder Videoinstallation auf. Auch in diesem Jahr jagt ein Höhepunkt den nächsten und mit den FREUNDEN ist man bei allem Neuen mit an Bord.
Egal ob es sich um eine kleine Sonderpräsentationen wie „Poesie der See“ oder um eine Riesen-Blockbuster-Schau wie „Andy Warhol. Now“ handelt: Als Mitglied der FREUNDE hat man zu sämtlichen dieser Wechselausstellungen immer freien Eintritt. Darüber hinaus bekommt man in den regelmäßigen Events der FREUNDE exklusive Direktoren- und Kurator*innenführungen sowie in den monatlichen Kunstspätis intensive Einblicke hinter die Kulissen der Ausstellungsmacher*innen und kann Kurator*innen, Restaurator*innen oder Kunsthändler*innen über die Schulter schauen. Von Newcomer bis Blockbuster ist hier alles dabei!

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  1. Russische Avantgarde, Michail Larionow, Detail Farbauftrag, Mikroskopaufnahme, Rayonismus Rot und Blau (Strand), 1913, Museum Ludwig Köln; Foto: Verena Franken/Russian Avantgarde Research Project, Foto: rba_d050875_01_Detail

    Immer mehr Museen öffnen sich nach langer Tabuisierung für einen transparenten Umgang mit Fälschungen, tauschen Erkenntnisse aus und entscheiden sich – falls notwendig – , Werke aus der Sammlung abzuschreiben. Mit einer Studioausstellung zur Russischen Avantgarde stellt sich das Museum Ludwig den Fragen nach Authentizität in seiner Sammlung. Die Russische Avantgarde bildet dank Peter und Irene Ludwig – neben Pop Art und Picasso – einen Sammlungsschwerpunkt des Museums: Sie umfasst 600 Arbeiten aus der Zeit von 1905 bis 1930, darunter rund 100 Gemälde.

  2. 24.10.20 - 24.01.21

    Ulric Grob
    Marie Garnier als „Venus“ in der Uraufführung der Oper „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach, Paris 1858 Albuminpapier auf Karton
    5,5 x 9,3 cm
    Museum Ludwig, Köln
    Foto: Museum Ludwig, Köln

    Elis­a­beth von Öster­reich-Un­garn, ge­nan­nt Sisi, sam­melte in den 1860er Jahren Fo­to­gra­fien, die sie zeitlebens pri­vat hielt. Heute ver­wahrt das Mu­se­um Lud­wig achtzehn ihr­er Al­ben mit cir­ca 2000 Fo­to­gra­fien. Bilder von Adeli­gen – viele Mit­glied­er von Si­sis Fam­i­lie –, Berühmten und Kunst­w­erken. Am bekan­n­testen sind ihre so­ge­nan­n­ten „Schön­heit­en-Al­ben“, hoch in­sze­nierte Porträts an­der­er Frauen. Sisi nutzte diese Auf­nah­men zur Kon­turierung ihres ei­ge­nen Im­ages während ihr­er mo­nate­lan­gen Aufen­thalte in Venedig, auf Madei­ra und Ko­r­fu. In die­sen Jahren sollte sie zu ein­er en­er­gischeren, selb­st­be­wussteren Per­sön­lichkeit reifen, deren Schön­heit le­g­endär wurde. Ende der 1860er Jahre, 31-jährig, besch­ließt Sisi, sich selbst nicht mehr fo­to­gra­fieren zu lassen. In der Präsen­ta­tion wer­den die Zusam­men­hänge zwischen ihrem ger­adezu ob­ses­siv­en Sam­meln von Frauen­porträts und dem Bild, das sie von sich en­twirft sk­izziert.
  3. 05.11.20 - 07.02.21

    Max Liebermann, Samson und Delilah, Kohle, Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum,
    Foto: Dieter Bongartz

    Die letzte Ausstellung der Trilogie zur Liebe im Graphischen Kabinett konzentriert sich auf die Darstellung starker Frauen, insbesondere auf solche biblischen Heldinnen, die ihre Weiblichkeit gezielt einsetzen. So etwa rettete die schöne, jung verwitwete Judith ihr jüdisches Volk, indem sie den assyrischen Heerführer Holofernes trunken machte und enthauptete, und Delilah stellte sich gegen Bezahlung in den Dienst der Philister, um den israelischen Richter Simson zu verführen und ihm dabei das Geheimnis seiner scheinbar unbezwingbaren Kraft zu entlocken.

  4. Willem van Diest, Holländische Kriegsschiffe in küstennahem Gewässer, Ausschnitt, um 1650, Öl auf Holz, Privatsammlung; aktuell in der Sonderausstellung „Poesie der See“ im 2. OG des Wallraf zu bewundern!

    „Und da es in Holland viel Seefahrt gibt, begannen die Menschen Gefallen an diesen kleinen Schiffstücken zu finden“ – mit diesen lakonischen Worten beschrieb Karel van Mander in seinem berühmten Malerbuch von 1604 die Entstehung einer Gemäldegattung, die sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der beliebtesten und bestbezahlten Spezialgebiete der niederländischen Kunst entwickeln sollte: die Marinemalerei.

  5. 12.12.20 - 18.04.21

    © 2020 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York, Foto: Tate

    Andy Warhol (1928–1987) hat mit sein­er Per­sön­lichkeit Men­schen in sei­nen Bann ge­zo­gen und po­larisiert, seine Kunst hat eine ganze Ära geprägt. Sein vielges­taltiges Werk hat die Grenzen von Malerei, Skulp­tur, Film und Musik neu definiert. Als scheuer junger Mann aus re­ligiös geprägtem Ar­beit­er*in­nen­m­i­lieu bah­nte sich Warhol sei­nen Weg in die noch vom ab­s­trak­ten Ex­pres­sion­is­mus do­minierte Kunst­welt. In seinem Früh­w­erk ste­hen per­sön­liche, oft ho­moero­tische Zeich­nun­gen neben Aufträ­gen als er­fol­greich­er Wer­beil­lus­tra­tor, mit sei­nen un­verkenn­baren Sieb­druck­bildern wird er zum In­be­griff der neuen Pop Art-Be­we­gung. Seine lebens­lange Fasz­i­na­tion galt der pop­ulären Massenkul­tur. Aber eben­so wie seine Cele­bri­ty-Porträts oder Co­ca-Co­la-Flaschen der amerikanischen Ge­sellschaft ei­nen Spiegel vorhiel­ten, ste­ht Warhol für eine di­verse, queere Ge­genkul­tur, die nicht zulet­zt in seinem New York­er Stu­dio, der Fac­to­ry, ihren Aus­druck fand.

    Die groß an­gelegte Auss­tel­lung beleuchtet mit über 100 Werken Warhols er­weit­erte kün­st­lerische Praxis vor dem Hin­ter­grund drän­gen­der ge­sellschaftlich­er Fra­gen. Sch­lüs­sel­w­erke wie die Elvis Pres­ley-Rei­hen oder die Far­b­vari­a­tio­nen eines Elek­trischen Stuhls sind eben­so vertreten wie weniger beachtete As­pekte, die ei­nen aktuellen Blick auf die­sen Jahrhun­dertkün­stler in ein­er Zeit poli­tisch­er und kul­tureller Um­brüche er­möglichen. Auch seine En­twick­lung als Sohn russinisch­er Im­mi­grant*in­nen in Pitts­burgh wird beleuchtet, die sich un­ter an­derem in ein­er kom­plex­en Ve­rar­bei­tung re­ligiös­er The­men und Mo­tive spiegelt.

    Die Auss­tel­lung wird von der Tate Mod­ern, Lon­don und dem Mu­se­um Lud­wig in Zusam­me­nar­beit mit der Art Gallery of On­tario or­gan­isiert.

  6. 20.08.20 - 19.08.22

    Installationsansicht: John Dewey Who? Neupräsentation der Sammlung für Gegenwartskunst
    Museum Ludwig Köln, 2020; Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln/Marleen Scholten

    Zum dritten Mal zeigt das Museum Ludwig im Untergeschoss eine Neupräsentation seiner Sammlung von Gegenwartskunst. Es sind etwa 50 Arbeiten von 34 Künstler*innen in allen Medien – Malerei, Installation, Skulptur, Fotografie, Video und Papierarbeiten zu sehen.