KunstBewusst

Die renommierte Vortragsreihe der FREUNDE des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V. „KunstBewusst“ hat in den vergangene Jahren Kunsthistoriker*innen, Kunstschaffende und Intellektuelle zu Themen rund um Kunst, Kultur und Geschichte wie u.a. Volker Schlöndorff, Marina Abramovic, Werner Herzog, Bryan Ferry, David Hockney, Andrea Fraser, Erik Hinterding, Volker Manuth, Helmut Draxler und viele mehr als Redner im Wallraf und Museum Ludwig begrüßen dürfen.

Die Vorträge, Filmvorführungen und Gespräche finden immer um 19 Uhr im Wallraf oder im Museum Ludwig statt. Aufgrund der derzeitigen Lage haben wir unsere Vortragsreihe (nach Möglichkeit) für Sie ins Digitale verlegt. Im KunstfreundeSalon auf YouTube finden regelmäßig Livestreams statt, bei denen Sie sich über einen Link in der jeweiligen Veranstaltungsbeschreibung via Zoom gerne dazuschalten können. Werden Sie Teil der KunstBewusst *DIGITAL*-Reihe und gestalten Sie mit Fragen an die Referent*innen das Event mit und lassen Sie uns durch Kommentare im Livestream-Chat, mit einem Abonnement, Like und durch das Teilen unserer Beiträge wissen, wie Sie unsere Angebote nutzen und wahrnehmen.

Wir wünschen Ihnen auch *DIGITAL* kunstbewusste Momente mit den FREUNDEN und freuen uns daher immer über konstruktive Kritik via E-Mail und Bewertungen in Form von Abonnements und Empfehlungen durch jeden Teilen-Button!

  1. 19.08.

    Doppelporträt: Sophia Herber & Bassem Hawar; Fotograf: Bassem Hawar

    *KunstBewusst-Video im KunstfreundeSalon!*

    Bon Voyage, Signac! Nehmen wir den Ausstellungstitel einen Moment nicht als Wunsch und Floskel, sondern wörtlich: Was macht eine „gute Reise“ aus? Was passiert, wenn wir reisen? Was braucht es, um sich überhaupt auf den Weg zu machen?

    Neugier ist eine wichtige Voraussetzung, ein Fünkchen Mut, die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen, Umwege in Kauf zu nehmen, sich beeindrucken zu lassen, Neues zu entdecken, zwischendurch vielleicht verloren zu gehen, sich selbst neu zu finden…

  2. 31.08.

    Ali Kanatlı mit einem Freund am Aachener Weiher, Köln, 1965; © DOMiD-Archiv, Köln

    Private photographs and their stories narrated by their makers and protagonists are placed at the center of the exhibition In Situ, through which a new public as well as curatorial context is given to the photographing practices of migrant workers in Cologne and other cities in the Rhineland…

  3. 02.09.

    Gottfried von Wedig (Köln 1583 – 1641 Köln): Familie Wintzler, 1616. Eichenholz, 139,5 x 198,5 cm. WRM 1714. Foto: Rheinisches Bildarchiv

    Vortrag zu Musikszenen in der Malerei des 16. & 17. Jahrhunderts

    Meist sind es Instrumente, die unsere Aufmerksamkeit auf Musik in gemalten Intérieurs der Frühen Neuzeit richten: Cembali, Lauten, Flöten oder Orgeln werden in Wohnräumen allein, zu zweit oder in geselliger Runde gespielt und laden uns ein, über die Rolle von Musik hinter verschlossenen Türen von Bürgerhäusern oder Adelspalästen nachzudenken.

  4. 10.09.

    Francisco de Zurbarán, Christus der Barmherzigkeit, um 1640, Öl auf Leinwand, Museo de Bellas Artes Sevilla

    Ribera, Zurbarán, Murillo: drei spanische Malerstars, ein Weltreich, eine Epoche. Meisterwerke des Wallraf und hochkarätige Leihgaben aus Berlin, Remagen, Sevilla und Madrid führen in das ebenso kunstsinnige wie krisengeschüttelte Siglo de Oro, den spanischen Barock. Im Rahmen eines festlichen Vortragsabends in Anwesenheit des spanischen Botschafters S.E. Ricardo Martínez Vázquez stellt Dr. Anja Sevcik die aktuelle Jahrespräsentation Unter die Haut. Der ergreifende Naturalismus des spanischen Barock vor….

  5. 14.09.

    Foto: Prof. Dr. Erol Yildiz

    Dieser KunstBewusst-Vortrag findet anlässlich der Sonderausstellung „Vor Ort – Fotogeschichten zur Migration“ (19.06.-03.10.2021, Museum Ludwig, Köln) statt. Jen­seits der flüchti­gen Er­fahrun­gen von Mi­gra­tion im ur­ba­nen Leben lenkt Yildiz‘ Lesart den Blick auf das Verdrängte, Ausgelassene, erweitert das Blickfeld, setzt neue Akzente und eröffnet neue Wahrnehmungshorizonte.

     

  6. Gewalt hält die nigrische Stadt Zinder in Atem: Junge Arbeitslose, die sich vom Elend ins Exil getrieben fühlen, schließen sich Banden an und rebellieren. Die meisten kommen aus Karakara, einem Viertel das gebaut wurde, um Leprakranke aufzufangen. Außerhalb der medizinischen Einrichtungen haben Sie keinen offiziellen Zivilstand und deshalb kein Recht auf Bildung. Bis zum Tag ihres Aufbegehrens waren sie für die Gesellschaft unsichtbar…

  7. 23.09.

    Jan van Eyck, Genter Altar, 1432, Öl auf Holz, Sint Baafs Kathedraal, ©SINT BAAFSKATHEDRAAL, GENT©WWW.LUKASWEB.BE_FOTO_HUGO MAERTENS

    Vortrag anlässlich der Kooperation mit Visitflanders & der Ausstellung „Van Eyck. Eine optische Revolution“

    Zu den großen ungelösten Problemen der Kunstgeschichte zählt die Frage, welchem der beiden Brüder Van Eyck welcher Anteil an der Ausführung des Genter Altares zukommt. Die zwischen 2012 und 2020 erfolgte Teilrestaurierung des Retabels bietet diesbezüglich neue Einsichten, die für die Frage des Entstehungsprozesses und damit für die Frage der Autorschaft von Interesse sind. Der Vortrag rekonstruiert aufgrund von schriftlichen und visuellen Quellen die Werkstattpraxis von Jan und Hubert van Eyck.

  8. 28.09.

    Schrift und Bild in der jüdischen Moderne

    Prof. Dr. Andreas Kilcher

    Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", KunstBewusst, Vortrag

    Prof. Dr. Andreas Kilcher; Foto: privat

    Üblicherweise wird das Judentum als buchzentriert und bilderkritisch verstanden. Doch ist diese Gegenüberstellung verkürzt und problematisch. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich nicht nur, dass Bilder im Judentum sehr wohl eine eigene Dignität erhalten. Deutlich wird auch, dass Bilder in einem vielgestaltigen Verhältnis zur Schrift stehen. Das wird in der jüdischen Moderne um 1900 besonders virulent…

  9. Abbildung: Ruinen von Gernika 1937; Quelle: Archiv Arbeitskreis Regionalgeschichte

    Nur einmal war das Gemälde Guernica in Deutschland im Original zu sehen. 1955/56 in München, Köln und Hamburg im Rahmen der Ausstellung „Picasso 1900 – 1955“. Erstmals nach der NS-Diktatur war es möglich, das Schaffen diese berühmten Künstlers umfassend kennen zu lernen, dessen Werke die Nazis als entartete Kunst stigmatisiert hatten. Mehr als 300.000 Menschen besuchten die Ausstellung. Besonders vor dem Bild mit dem Namen einer baskischen Kleinstadt drängelten sich die Kunstinteressierten, waren fasziniert, entsetzt oder fühlten sich in ihren Vorurteilen bestätigt…

  10. 07.10.

    Der Erlass von 321 n. Chr. zur Aufnahme von Juden in den Rat. Abbau von Ressentiments oder Last?

    Prof. Dr. Werner Eck

    Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", KunstBewusst, Vortrag

    Foto: Konstantin-Kollossalkopf (Detail), um 312–315 n.Chr., Kapiloninische Museen, Rom; © CreativeCommons lizensiert, CC-BY-SA 4.0: Burkhard Mücke

    Prof. Dr. Werner Eck spricht im Rahmen einer Abendveranstaltung im Wallraf-Richartz Museum Köln am 7. Oktober 2021 über die historischen Umstände, die zum Edikt von 321 führten und analysiert, wie die Juden bis an den Rhein kamen. Auf die Anfrage des Stadtrats des römischen Köln an Kaiser Konstantin, Juden in ihre Reihen aufnehmen zu dürfen, antwortete der Kaiser positiv. Er beendete damit ein allgemeines Privileg für alle Juden, das es ihnen erlaubt hatte, Aufgaben in der städtischen Administration abzulehnen. Gleichzeitig aber blieb das Privileg für einige Mitglieder der jüdischen Gemeinde bestehen.

  11. 14.10.

    Foto: Buchcover von Simon Elsons Buch Der Kunstkenner von 2016

    Eine Vortragslesung von Simon Elson

    Streng und doch liberal, konservativ und gleichzeitig radikal: So beschreibt Friedländer in den 1920ern die jüdisch-preußische Familie seines Freundes, des Malers Max Liebermann. Deutlich ist das eine Art „Selbstkommentar“, eine Reflexion der eigenen Geschichte. Denn Friedländer stammt aus einem ähnlichen preußisch-jüdischen Großbürgermilieu wie der etwas ältere Liebermann…

  12. 19.10.

    Foto: Peter Rigaud

    Julia Stoschek hat eine der weltweit größten Privatsammlungen für zeitbasierte Kunst. Wir entdecken die JULIA STOSCHEK COLLECTION gemeinsam: mit Fokus auf Werke aus den Bereichen Video, Film und Digitalkunst von internationalen Künstler*innen seit den 1960er Jahren.

  13. 15.11.

    Zu Sprachen finden

    Dr. Doron Rabinovici

    Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", KunstBewusst, Vortrag

    Foto: Dr. Doron Rabinovici, Fotograf: © Lukas Beck

    In „Zu Sprachen finden“ erkundet Dr. Doron Rabinovici, wie vielfältig Sprache von Anfang an ist und wie unterschiedlich die eigene Identität erfahren werden kann. Seine Herkunft, so stellt er fest, war die Erinnerung…

  14. 25.11.

    Jusepe de Ribera, Brustbild eines Mannes, um 1613, Öl auf Leinwand, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jörg P. Anders

    Der in Spanien geborene, früh nach Italien ausgewanderte Jusepe de Ribera gehört zweifellos zu den herausragenden Künstlern des europäischen Barock. Lange Zeit gleichermaßen von spanischer wie italienischer Seite als einer „der Ihrigen“ beansprucht, hat sich in den letzten 20 Jahren ein offenerer Blick auf sein Werk etabliert. Damit einher geht die Frage nach seinen Anfängen in Rom, wo der Künstler erstmals mit Gemälden fassbar wird…

  15. 02.12.

    Foto: Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke; © Andreas Greiner-Napp, Braunschweig

    Vortrag anlässlich der Ausstellung „Entdeckt! Maltechniken von Martini bis Monet“ vom 8. Oktober 2021 bis 13. Februar 2022 im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

    Über Jahrhunderte waren Frauen von der Künstlerausbildung ausgeschlossen. Erst mit der Aufhebung der Zünfte um 1800 wurde ihnen allmählich ein freier Zugang gewährt…

  16. 14.12.

    Foto: @Sijmen Hendricks

    Weitere Informationen zu dieser KunstBewusst-Veranstaltung folgen in Kürze! • Annie Cohen-Solal is an academic and writer. For ever, she has been tracking down interactions between art, literature and society with an intercultural twist. After Sartre : A Life (1987) became an international success, she became French cultural counselor in the US, where she held her position from 1989 to 1992. In New York, Cohen-Solal’s encounter with Leo Castelli led her to shift her interest to the art world. In the frame of a manyfold project which was to become a social history of the US artist, she published Painting American (2001); Leo Castelli & His Circle (2010); New York-Mid Century (2014), with Paul Goldberger and Robert Gottlieb; Mark Rothko (2013). In 2013, she became special advisor at the Ecole Normale Supérieure in Paris for the Nuit Sartre ; in 2014, as general curator of Magiciens de la terre 2014 at the Centre Pompidou, she published Magiciens de la terre : retour sur une exposition légendaire, with Jean-Hubert Martin. As a professor, she has held positions at Tisch School of the Arts (NYU), École des Hautes Études en Sciences Sociales, University of Caen, École Normale Supérieure in Paris, the Freie University of Berlin, and the Hebrew University of Jerusalem. Her new book A Foreigner Called Picasso ( Fayard, Paris, 2021 and Farrar, Straus & Giroux, New York, 2022) is accompanied by an exhibition (Museum of immigration, in partnership with the Musée national Picasso-Paris ; November 2021-February 2022) and by a catalog. Born in Algiers, Annie now lives between Paris and Cortona.
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Bildcredits

Jusepe de Ribera, Brustbild eines Mannes, um 1613, Öl auf Leinwand, Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Jörg P. Anders // August Sander, Mother and Son [Luise Straus-Ernst mit ihrem Sohn Jimmy], 1928. © 2021 Die Photographische Sammlung / SK StiftungKultur – August Sander Archiv, Cologne. // Paul Signac, Antibes (Kleiner Hafen von Bacon), 1917, Öl auf Leinwand, Finnische Nationalgalerie, Kunstmuseum Ateneum, Antell collections, Helsinki, Foto: WRM // Foto: Katlijne Van der Stighelen, 2018. Im Hintergrund: Michaelina Wautier, Triumph of Bacchus, zwischen 1643 und 1659. // Gottfried von Wedig (Köln 1583 – 1641 Köln): Familie Wintzler, 1616. Eichenholz, 139,5 x 198,5 cm. WRM 1714. Foto: Rheinisches Bildarchiv. // Genter Altar (nähere Angaben folgen) // Julia Stoschek, Foto: Peter Rigaud.