KunstBewusst

Die renommierte Vortragsreihe der FREUNDE des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V. „KunstBewusst“ hat in den vergangene Jahren Kunsthistoriker, Kunstschaffende und Intellektuelle zu Themen rund um Kunst, Kultur und Geschichte wie u.a. Volker Schlöndorff, Marina Abramovic, Werner Herzog, Bryan Ferry, David Hockney, Andrea Fraser, Erik Hinterding, Volker Manuth, Helmut Draxler und viele mehr als Redner im Wallraf und Museum Ludwig begrüßen dürfen.

Die Vorträge, Filmvorführungen und Gespräche finden immer um 19 Uhr im Wallraf oder im Museum Ludwig statt.

  1. 22.10.

    Jan van Eyck, Genter Altar, 1432, Öl auf Holz, Sint Baafs Kathedraal, ©SINT BAAFSKATHEDRAAL, GENT©WWW.LUKASWEB.BE_FOTO_HUGO MAERTENS

    Aufgrund der aktuellen Covid-19-Entwicklungen muss die Veranstaltung leider verschoben werden!
    Wir bitten um Ihr Verständnis für diese Entscheidung und werden einen Nachholtermin sobald wie möglich mitteilen!

    Vortrag anlässlich der Kooperation mit Visitflanders & der Ausstellung „Van Eyck. Eine optische Revolution“

    Zu den großen ungelösten Problemen der Kunstgeschichte zählt die Frage, welchem der beiden Brüder Van Eyck welcher Anteil an der Ausführung des Genter Altares zukommt. Die zwischen 2012 und 2020 erfolgte Teilrestaurierung des Retabels bietet diesbezüglich neue Einsichten, die für die Frage des Entstehungsprozesses und damit für die Frage der Autorschaft von Interesse sind. Der Vortrag rekonstruiert aufgrund von schriftlichen und visuellen Quellen die Werkstattpraxis von Jan und Hubert van Eyck.

    Studenten des Kunsthistorischen Institut Köln & der Fachhochschule für Restaurierung Köln melden sich bitte per Mail über info@jungekunstfreunde.de an!

  2. Foto: Isabelle Hamm

    Die voranschreitende Digitalisierung birgt viele Chancen und wird im Kulturbereich immer bedeutsamer. Auch aus den Museen ist sie nicht mehr wegzudenken. Vor diesem Hintergrund haben Studierende der Universität zu Köln in einer Kooperation zwischen dem Institut für Medienkultur und Theater und den FREUNDEN eine App für das Wallraf entwickelt.

  3. 05.11.

    Vortrag anlässlich des Symposiums (06.11./7.11.20) zur Ausstellung „Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung“

    Nicht nur Künstler, Sammler, Händler und Experten sind zunehmend von Kunstfälschungen betroffen. Auch die
    Museen, die betrügerische Nachahmungen in ihren Sammlungen beherbergen oder in Ausstellungen ahnungslos präsentieren, sind Opfer von Fälschern. Wie gehen die Institutionen selbst mit dem heiklen Thema um?

  4. Max Liebermann, Samson und Delilah, Kohle, Graphische Sammlung, Wallraf-Richartz-Museum,
    Foto: Dieter Bongartz

    Vortrag anlässlich der Eröffnung der Graphikausstellung „Eros, Macht und Ohnmacht – Trilogie III. Judith, Omphale & Co“  Graphiken des 16. bis 19. Jahrhunderts veranschaulichen, wie Liebe und Eros das herkömmliche Kräfteverhältnis zwischen Mann und Frau aufbrechen und verkehren können. Sie erzählen etwa von den listigen Heroinen der Bibel – Judith, Omphale & Co –, die ihre Weiblichkeit bekanntlich strategisch einsetzten. Aber auch profane Sujets beschreiben Geschlechterkonstellationen von Macht und Ohnmacht: liebestolle Männer machen sich für Frauen zu Narren und manch einer erliegt letztlich im sprichwörtlichen „Kampf um die Hose“. Hintersinnig und augenzwinkernd wird die Präsentation mit einer filmischen Arbeit der Kölner Zeichnerin Monika Bartholomé kommentiert. ⋅ Dr. Anne Buschhoff ist Kuratorin der Ausstellung „Eros, Macht und Ohnmacht“ und hat als Leiterin der Graphischen Sammlung des Wallraf über 75.000 Kunstwerke in ihrer Obhut.
  5. Hans Goderis, Segelschiffe auf stürmischer See, 1630, Öl auf Holz, Privatsammlung

    Vortrag anlässlich der Ausstellung „Poesie der See“

    „Oh vereinigte Niederlande, wo der Wohlstand deiner schiffreichen Städte wächst, oh Admiral, der du auf den Winden wirbelst und auf dem azurblauen Feld salziges Zaumzeug führst…“ schwärmt der in Köln geborene Dichter Joost van Vondel 1613 in seinem Lobgesang auf die Schifffahrt der damals noch jungen Republik der Niederlande. Das Selbstbewusstsein der Seefahrernation, die Beherrschung der Weltmeere wie der Binnengewässer inspirierte auch die Kunst.

  6. 17.11.

    Porträt: Cara Courage; Foto: Tate Exchange, Team Photos; Fotograf: Dan Weill

    Vortrag in englischer Sprache anlässlich der Neupräsentation der Sammlung zeitgenössischer Kunst im Museum Ludwig

    Cara stellt den bodenkundlichen Ansatz für das Lernen und Forschen in Museen am Beispiel der Tate vor, der in einer relationalen und pluralistischen Herangehensweise zur gemeinsamen Schaffung und Verbreitung von Wissen gründet. Dabei geht sie zunächst darauf ein, wie sich dieser Ansatz als Reaktion auf COVID-19 und Black Lives Matter weiterentwickelt hat, und stellt dann „Tate Exchange“ vor, ein Ergebnis der museumspädagogischen Arbeit der Tate.

    Lecture in English language on the new presentation of the collection of contemporary art in the Museum Ludwig 

    Cara will introduce the pedological approach to museum learning and research at Tate, located in a relational and pluralistic approach to knowledge co-creation and dissemination, and touch on how this has further developed in response to COVID-19 and Black Lives Matter. Cara will then present Tate Exchange, an outcome of Tate’s pedagogy.

  7. 26.11.

    Vortrag zu Musikszenen in der Malerei des 16. & 17. Jahrhunderts

    Meist sind es Instrumente, die unsere Aufmerksamkeit auf Musik in gemalten Intérieurs der Frühen Neuzeit richten: Cembali, Lauten, Flöten oder Orgeln werden in Wohnräumen allein, zu zweit oder in geselliger Runde gespielt und laden uns ein, über die Rolle von Musik hinter verschlossenen Türen von Bürgerhäusern oder Adelspalästen nachzudenken.

  8. Ruth Beckermann; Foto: privat

    Ruth Beckermanns Film über Sisi in Ägypten, ihr Sehen und Gesehenwerden. Mit einer Einführung der Regisseurin

    „Je länger ich mich mit den Bildern und Mythen Kaiserin Elisabeths beschäftigte, einige ihrer Aufenthaltsorte besuchte, immer wieder ihre Porträts ansah, die Originale ihrer Gedichte in Bern las und schließlich auf ihre Fotosammlungen stieß, desto klarer formten sich innere Zusammenhänge, die zur Grundlage des Filmkonzepts wurden.

  9. 17.12.

    Vortrag im Vorfeld von „Andy Warhol. Now“ (12.12.20-18.04.21) im Museum Ludwig

    Als Sohn schottisch-irischer Einwanderer lebte David Gilmour Blythe (1815-1865) in Pittsburgh. Seine  gemalten Sozialsatiren trugen ihm den Ruf eines ‚amerikanischen Hogarth‘ ein. Das Stilleben im WALLRAF macht die Besitztümer eines amerikanischen Jungen zu einer Allegorie auf die Kindheit

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