KunstBewusst

Die renommierte Vortragsreihe der Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V. „KunstBewusst“ hat in den vergangenen Jahren Kunsthistoriker*innen, Kunstschaffende und Intellektuelle zu Themen rund um Kunst, Kultur und Geschichte wie u.a. Marina Abramovic, Werner Herzog, Julia Stoschek, Bryan Ferry, Mithu Sanyal, David Hockney, Andrea Fraser, Marina Weisband, Volker Manuth, Helmut Draxler und viele mehr als Redner*innen im Wallraf und Museum Ludwig begrüßen dürfen.

EINTRITT: Der Eintritt zu den KunstBewusst-Veranstaltungen vor Ort ist für Mitglieder der freunde grundsätzlich kostenfrei. Nicht-Mitglieder zahlen einen Beitrag von 4€ (2€ ermäßigt) an der Abendkasse.

Die Vorträge, Filmvorführungen und Gespräche finden immer um 18 Uhr im Wallraf oder im Museum Ludwig statt. Im KunstfreundeSalon auf YouTube finden Sie regelmäßig Aufzeichnungen einiger Vorträge. Bei der Vortragsreihe haben auch Sie die Chance in anschließenden Fragerunden, ihr Interesse und Fragen mit den Referent*innen zu teilen.

Wir wünschen Ihnen vor Ort kunstbewusste Momente mit den freunden und freuen uns immer über konstruktive Kritik und Bewertungen in Form von Abonnements und Empfehlungen durch jeden Teilen-Button!

  1. Roni Horn, a.k.a., 2008 – 2009, details, Pigmentdruck auf Büttenpapier
    30-teilig, je 38,1 x 33 cm, Courtesy the artist. © Roni Horn // Porträtfoto Philipp Hindahl: Natasha Klimenko

    Bei Roni Horn ergibt sich meistens nicht das Eine aus dem Anderen, deshalb ist ihr Werk so vielgestaltig. Die Installationen, Fotoserien und Papierarbeiten sind voll von Wiederholungen, Doppelgängern und Rückgriffen, und Identität ist bei ihr so flüchtig wie ein Wasserlauf. Bloß, warum glauben wir, dass Kunstwerke Identität vermitteln? Und was machen Künstler*innen aus dieser Annahme? Im Bild wie in der Sprache, im Porträt wie in ihren Titeln spielt Horn mit der Idee von sich widersprechenden Momenten, von Zwiespältigkeit und Paradox – und von dem illusionären Versuch, Identität in einem einzigen Bild festzuhalten.

  2. 07.05.

    Foto: Peter Rakoczy

  3. 16.05.

    Frans Hals, Offiziere der Bürgergarde St. Georg, Haarlem, 1616, Öl/Leinwand, 175 x 324 cm,  Haarlem, Frans Hals Museum. © Wikimedia Commons. URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frans_Hals_-_Banket_van_de_officieren_van_de_Sint-Joris-Doelen.jpg (Abruf: 17. April 2024)

    Der im flämischen Antwerpen geborene und im niederländischen Haarlem aufgewachsene Frans Hals war ein außerordentlich produktiver wie auch amüsanter Maler. Wie kaum ein anderer Porträtist des 17. Jahrhunderts setzte er bahnbrechende Impulse mit seiner Kunst und inspirierte viele nachfolgende Generationen mit einem eigensinnigen expressiven Malstil.

  4. Boaz Kaizman, Hannah Arendt – die Reise nach Jerusalem, 2018, Video, Farbe, Ton, Spieldauer: 21:00 min., © Boaz Kaizman, Reproduktion: Rheinisches Bildarchiv, Köln// Porträtfoto: Prof. Dr. Stephan Grigat, privat

    Die Entstehung der modernen Gesellschaft ist von der Ablösung personaler Herrschaft durch abstrakte Verhältnisse geprägt, die den Einzelnen als ebenso feindlich wie undurchschaubar entgegentreten. Der moderne Antisemitismus ist wesentlich eine wahnhaft-projektive Reaktionen auf subjektlose Herrschaft, auf Vermittlung und Abstraktion. In ihm wird der Versuch unternommen, das Abstrakte in einer wahnhaft-projektiven Reaktion auf die Moderne zu konkretisieren…

  5. 11.06.

    Guan Xiao, The Documentary: Geocentric Puncture, 2014, Digitalprint auf Vinyl, Wachs, bemaltes Metall, Webcam, Kamerastative, Kameraobjektive 280 x 700 cm, Tiefe: 276, Courtesy die Künstlerin; Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin; Antenna Space, Shanghai; Foto: Benoit Pailley // Porträtfoto: Dirk Hildebrandt, privat

    Die Produktion, Präsentation und Rezeption von zeitgenössischer Kunst ist eingebettet in die Prozesse einer vielgestaltigen Ökonomisierung. Während sie etwa im Rahmen internationaler Großausstellungen zu politischen Repräsentationsabsichten beiträgt, bezeugt der Handel mit ihr auf dem Kunstmarkt nicht nur eine prinzipielle Warenförmigkeit, sondern auch ihren Status als einer ›internationalen Währung‹. Darüber hinaus erscheint künstlerische Produktion als zentraler Gegenstand eines kulturellen Kapitalismus, der immer auch auf digitalen Wegen in individuelle und korporative Wertvorstellungen investiert werden kann. Kurzum: Ökonomische Strategien, Kontexte und Prozesse zerren am Eigenen und Eigentlichen der Kunst.

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Roni Horn, a.k.a., 2008 – 2009, details, Pigmentdruck auf Büttenpapier, 30-teilig, je 38,1 x 33 cm, Courtesy the artist. © Roni Horn // Porträtfoto von Walther König; Fotograf: Peter Rakoczy // Frans Hals, Offiziere der Bürgergarde St. Georg, Haarlem, 1616, Öl/Leinwand, 175 x 324 cm,  Haarlem, Frans Hals Museum. © Wikimedia Commons. URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frans_Hals_-_Banket_van_de_officieren_van_de_Sint-Joris-Doelen.jpg (Abruf: 17. April 2024)